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Nicht selten bekomme ich Fragen gestellt wie: „Ich möchte auch Zuhause trainieren. Was muss ich beim Kauf einer Poledance-Stange beachten? Und wie viel sollte ich dafür ausgeben?”


Das A und O: Die Sicherheit

Auf Amazon und Ebay findet man unzählige dubiose Angebote von Poles für schon unter 100 EUR. Der Preis lässt bereits vermuten, dass die Stangen von minderwertiger Qualität sind. Wenn man nur kurz im Internet nach Pole-Fails googled, findet man schnell Videos bei denen Stangen umfallen oder brechen und sich die Trainierenden dabei je nach Situation mehr oder weniger schwerwiegend verletzen.

Es ist daher beim Kauf darauf zu achten, dass die Stange vorher ausgiebig auf Herz und Nieren geprüft und getestet wurde und von der Pole-Community als sicher empfohlen werden kann.

Allergienrisiko: Das Material

Poles gibt es seit einiger Zeit in unterschiedlichsten Ausführungen:

Chrom (Chrome)

Eine Pole mit Chromüberzüg bietet vor allem für Anfänger guten Halt und ist eine der preiswerteren Optionen in der Anschaffung. Der Nachteil ist hier allerdings, dass Chrom Allergien hervorrufen kann.

Messing (Brass)

Messing bietet für viele Hauttypen noch besseren Grip als Chrom. Das ist allerdings für manche Hauttypen schon zu viel des Guten, so dass es schmerzhafter ist als Chrom. Außerdem kann auch Messing wie Chrom Allergien hervorrufen.

Pulverbeschichtet (Powder Coated)

Wer auf Chinese Pole steht oder im Winter draußen polen will, für den sind die pulverbeschichteten die richtige Wahl. Für das klassische Poledance wohl eher ungeeignet, da man an ihnen unheimlich viel Grip hat, ist diese Stange für Trick- und Flip-Fanatiker der Himmel auf erden.

Rostfreier Stahl (Stainless Steel)

Meine persönliche Vorliebe ist diese Variante. Rostfreier Stahl bietet zwar am wenigsten Grip, was es besonders für Anfänger, die noch nicht so viel Greifkraft haben, eine besondere Herausforderung darstellt. Allerdings kann genau diese Herausforderung von Vorteil sein, denn wenn man andere Stangen kommt, ist alles auf einmal viel leichter zu halten.
Weshalb ich Stainless-Steel-Poles so liebe ist der Fakt, dass sich dieses Material im Gegensatz zu den anderen Optionen nicht abträgt, weshalb man sich auch um keine Allergien sorgen muss.

Auf die Größe kommt es doch an

Sorry, der musste jetzt sein. 😀 — Wenn ihr also einen geeigneten Platz gefunden habt, müsst ihr noch herausfinden, wie viel Stange ihr denn braucht um die Lücke zwischen Boden und Decke zu überbrücken. Vor der Kaufentscheidung messt also eure Raumhöhe. Diese Zahl braucht ihr dann beim Kauf. Wenn ihr einen sehr hohen Raum habt, müsst ihr womöglich mit Verlängerungen arbeiten. Das ist ja nicht schlimm. Es ist nur schön, wenn man die Stange dann auch tatsächlich aufbauen kann, wenn sie endlich da ist, und nicht erst dann noch ein Verlängerungsstück bestellen muss.

Nutzerfehler: Die Installation

Die meisten Poles für Zuhause sind so konzipiert, dass sie zwischen Fußboden und Decke eingespannt werden. Der dabei aufgebaute Druck reicht aus, um die Stange auch für Flips und Powerspins an Ort und Stelle zu halten.

Wichtig ist dabei, dass sowohl Fußboden als auch Decke optimalen Widerstand bieten. Das heißt, dass auf Folgendes geachtet werden sollte:

  1. Einen Teppich oder Karton (oder anderes) sollte in keinem Fall zwischen Stange und Fußboden platzieren werden, um zum Beispiel Druckstellen im Boden zu vermeiden oder für mehr Komfort, wenn der Boden womöglich zu kalt ist. Was ist euch wichtiger, das Aussehen eures Bodens oder die Funktionalität eures Körpers? Wenn es zu kalt ist, muss man sich eben etwas wärmer anziehen oder sich und den Raum gut aufwärmen. Eure Sicherheit sollte hier wichtiger als alles andere sein.
  2. Bei der Installation solltet ihr darauf achten, dass kein Dreck zwischen Stangenfuß und Boden bzw. zwischen Kopfteil und Zimmerdecke kommt, denn dieser kann den Grip der Teile vermindern, wodurch die Stange dann leichter verrutschen kann.
  3. Sowohl Decke als auch Boden sollten eben sein. Wenn sich eine Lücke zwischen den Enden und der aufliegenden Fläche befindet, kann kein optimaler Druck aufgebaut werden, weshalb die Stange schnell verrutschen und dann auch umfallen kann.
  4. Decke und Boden müssen fest und stabil sein. Wenn diese nachgeben, wie zum Beispiel Auslegware oder eine Rigipsdecke, kann die Stange ebenfalls keinen optimalen Halt finden.

Alternative: Stage-Pole

Falls ihr in eurem Zimmer keine Möglichkeit habt, eine Pole ordentlich zwischen Boden und Decke zu befestigen, gibt es immer noch die Möglichkeit, sogenannte Stage-Poles zu nutzen. Das sind freistehende Stangen mit einer breiten Basis, die für Stabilität sorgt. Da diese sozusagen nur einen Ankerpunkt haben, wackeln sie selbstverständlich etwas bei der Benutzung. Gedacht sind sie eigentlich auch eher für den mobilen Einsatz, wo schneller Auf- und Abbau erforderlich sind und es keine Befestigungsmöglichkeiten gibt. So werden Sie beispielsweise gern für Outdoor-Events oder Shootings verwendet.

Empfehlungen

Gute Erfahrungen habe ich bisher mit den Marken X-Pole und mit Lupit-Pole gemacht. Beide Anbieter bieten Stangen, die durch einfaches Umstellen sowohl auf Spinning als auch Static funktionieren. Sie überarbeiten und verbessern ihre Stangen und Zubehör ständig. Außerdem bieten beide optionale Deckenhalter für Schräge decken, die an die Decke geschraubt werden können.

X-Pole

Das lang etablierte Unternehmen X-Pole hat seinen Sitz in UK und haben schnell nach Australien und in die USA expandiert. Mittlerweile sind sie auf der ganzen Welt vertreten.

  • Langlebigkeit bei richtiger Handhabung
  • Verschiedene Materialausführungen zur Auswahl
  • Etwas komplizierterer Aufbau (aber nicht sooo schlimm, dass es Kopfzerbrechen bereiten würde)

Lupit Pole

Lupit Pole gibt es seit 2014. Das slowenische Unternehmen konnte inzwischen schnell zu einer starken Konkurrenz für X-Pole heranwachsen.

  • Schneller Auf- und Abbau durch einfaches Stecksystem
  • Etwas preisgünstiger als X-Pole
  • Die Schraube, die man um von Static auf Spinning zu wechseln heraus oder hinein dreht, ist bei vielen immer schnell “ausgenuddelt” gewesen, so dass der Modus irgendwann nicht mehr gewechselt werden konnte. Mir wurde allerdings gesagt, dass Lupit Pole mittlerweile daran gearbeitet und es verbessert hatte.

Gym-Pole

Die Flying-Pole vom tschechischen Hersteller Gym-Pole habe ich auf der Deutschen Polesport-Meisterschaft ausprobieren können. Sie machte einen sehr soliden Eindruck. Eine Recherche auf deren Website zeigte, dass sie unterschiedlichste Luftartistikgeräte anbieten und auch Home-Poles. Erfahrungsberichte dazu kenne ich allerdings nicht. Auch sind diese Poles wohl eher in einer höheren Preisklasse angesiedelt.

Also dann, ich hoffe, dieser kleine Artikel hilft euch etwas weiter. Wenn Fragen sind, kontaktiert mich gern hier im Kommentarbereich oder auch einfach über Facebook.


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